20.08.2016

#RPGaDAY 2016: Das komplizierteste aber erfüllendste System, dass du jemals gelernt hast?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Das komplizierteste aber erfüllendste System, dass du jemals gelernt hast?

Die Antwort fällt mir nicht schwer: Pathfinder.

Sicherlich nicht das komplexeste aller Systeme, aber mittlerweile durch die unendliche Zahl der Optionen und Erweiterung mit unzähligen Minigames und Subsystemen zumindest in der Verwaltung extrem kompliziert geworden - speziell für einen Spielleiter.

Trotzdem mach mir das System noch Spaß, was sicher auch an meiner tollen und eingespielten Gruppe liegt. Ich weiß um die Probleme und Fallstricke und kann mich beim Vorbereiten daher auf andere Dinge konzentrieren. Pathfinder ist sicher nicht mein Leib-und-Magen System, aber ich genieße im Grunde alle Vorteile als wenn es das wäre (und für eine Zeit war es das vielleicht auch?).

Erfüllend finde ich Pathfinder auch deshalb, weil es eine bestimmte Art von Abenteuern wirklich gut abbildet (genau wie D&D 3E). Das System hat seine Probleme und Macken, aber auch definitiv seine Stärken, daher finde ich es trotz aller Systemmüdigkeit nach wie vor eine gute Wahl für (super-)heroische Fantasy Action.

19.08.2016

#RPGaDAY 2016: Wie lernt man am besten ein neues Spiel?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Wie lernt man am besten ein neues Spiel?


Einfach: durch Spielen.

Das war nicht sarkastisch gemeint. Lesen und darüber nachdenken ist zwar unterhaltsam oder zumindest abendfüllend, aber richtig lernen tut man meiner Erfahrung nach nur durch Praxis. Am besten viel Praxis. Dinge, die sich auf dem Papier so-und-so lesen, können am Spieltisch eine ganz unerwartete Dynamik erfahren (im Positiven aber natürlich auch Negativen).

Wie genau man jetzt ein Spiel am besten spielt, um es zu lernen, darüber lässt sich denke ich nicht einheitlich urteilen. Man sollte sicherlich erst einmal der Vision der Autoren folgen bevor man beginnt eigene Hausregeln zu etablieren, auch damit man versteht wie das Spiel funktioniert und auch warum gewisse Dinge vielleicht so und nicht anders entworfen wurden. Aber da man Spiele wie Dogs in the Vineyard anders spielt als Shadowrun oder als Dread, finde ich Pautschaltipps abseits der üblichen Platitüden sehr schwierig.

18.08.2016

#RPGaDAY 2016: Von welcher Innovation könnten Rollenspiel am meisten profitieren?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Von welcher Innovation könnten Rollenspiel am meisten profitieren?


Gegenfrage: gibt es eine Innovation, von der Rollenspiele noch nicht profitiert haben? Für extrem viele Systeme gibt es nützliche und interessante Smartphone Apps. Dank Kickstarter werden mehr tolle Projekte realisiert als jemals zuvor im Rollenspielbereich. Die Plattformen, durch die man online mit anderen Leute in Wort, Bild und Ton spielen und interagieren kann sind kaum noch zu zählen. Spiele mit SciFi-Technologie, wie etwa Shadowrun, können sich ihre Inspirationen aus dem Alltag und spätestens aus dem letzten Heise Newsletter holen, da muss niemand mehr lange grübeln und erfinden. Bilderportale wie DeviantArt oder ArtStation machen es kinderleicht, tolle Bilder für die eigene Spielrunde zu finden. Eigene Bücher und Notizen sind dank Print-on-Demand für kleines Geld als richtiges Buch im eigenen Regal einsortierbar. Und so weiter, und so fort. Ich finde, wir Rollenspieler profitieren schon ungemein von allen Innovationen der aktuellen Zeit.

17.08.2016

#RPGaDAY 2016: Welcher fiktionale Charakter würde am besten in deine Gruppe passen?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Welcher fiktionale Charakter würde am besten in deine Gruppe passen?


In die Gruppe von Spielern, für die ich wöchentlich Pathfinder leite, würde Captain Malcolm Reynolds aus Firefly sehr gut passen. Nicht nur weil meine Gruppe aus liebevoll-chaotischen Spielern mich manchmal sehr an die Firefly Crew erinnert, sondern auch weil Mal den Haufen irgendwie zum Ziel bringen würde, etwas, das meiner Gruppe aktuell manchmal schwer fällt.

In der ab und an stattfindenden Cthulhu-Runde dagegen wäre jemand wie Doc Brown aus Back to the Future perfekt - verrückt, clever und etwas zu gut für die Welt. Das wäre wahrscheinlich eine Art Absurditätsverstärker in unserer Runde und würde das Spiel auf neue, glorreiche Ebenen katapultieren.

16.08.2016

#RPGaDAY 2016: Welche historische Persönlichkeit hättest du gerne in deiner Gruppe? Bei welchem Spiel?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Welche historische Persönlichkeit hättest du gerne in deiner Gruppe? Bei welchem Spiel?


Ich stelle mir eine witzige Oldschool D&D Runde mit Karl Martell und Otto von Bismarck vor. Martell würde an den Herausforderungen des Spiels wachsen und aberwitzige Reaktionen und Taktiken für die zerbrechlichen Helden entwickeln, so wie er es im echten Leben mit der Formierung der Panzerreiter gegen die Reitervölker getan hat. Bismarck dagegen würde mit Sicherheit alle Monster gegeneinander ausspielen. Das klassische Abenteuer Keep on the Borderlands stelle ich mir mit den beiden als sehr unterhaltsam vor ;)

Das Spiel Fiasko dagegen würde ich gerne mal mit William Shakespeare und H.P. Lovecraft spielen. Die Gründe dürften offensichtlich sein: abgefahrene Charaktere mit echtem Drama von dem einen, "normale" kaukasische Charaktere sowie verstörender Mythos im Hintergrund vom anderen. Die Mischung dürfte perfekt zu Fiasko passen.

Die Liste ließe sich bestimmt unendlich lange fortsetzen.

#RPGaDAY 2016: Deine größte Inspirationsquelle für Rollenspiele?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Deine größte Inspirationsquelle für Rollenspiele?


Die Antwort dazu hängt vom Zeitrahmen ab, auf den sie sich beziehen würde. In den ersten Jahren, nachdem ich zum Rollenspiel gekommen bin, waren auf jeden Fall Romane meine wichtigste Inspiration für eigene Entwürfe von Charakteren und Welten. Das lag primär auch daran, dass ich relativ langsam andere Systeme kennenlernte und spielte und daher eine recht überschaubare Kenntnis von Rollenspielen insgesamt hatte als dass diese eine besonders große Inspiration hätten sein können. Und Romane las (und lese) ich dagegen wie am Fließband.

In den späteren Jahren als Rollenspieler würde ich aber sagen dass der Einfluss von Romanen auf vielleicht 50% zurückgegangen ist und durch andere Rollenspiele ersetzt oder ergänzt wurde. Im Laufe der Jahre habe ich dann doch so viele interessante Spiele gesehen oder gespielt die in mindestens einem Aspekt nachhaltig gefallen haben, dass ich auf sie zurückgreife wenn ich Inspiration brauche.

Filme sind, obwohl ich großer Filmfreund bin, keine besonders wichtige Inspirationsquelle. Ich habe selten den Wunsch verspürt einen Filmcharakter in ein Rollenspiel zu transportieren, aber den einen oder anderen Plot habe ich schon einmal in meine Spielrunden übernommen (stets sinndienlich geändert).

14.08.2016

#RPGaDAY 2016: Dein Dream-Team von Leuten, mit denen du einmal gespielt hast

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Dein Dream-Team von Leuten, mit denen du einmal gespielt hast


Wenn ich da wirklich von allen bisherigen Mitspielern auswählen dürfte und die oft anzutreffende Optimalgröße der Gruppe von 4-5 Leuten gilt, dann wäre das die folgende Truppe:


  • Mein erster Spielleiter, der mich ins Hobby gebracht hat. Sein enormes Wissen, gepaart mit einem sympathischen Humor und einer Art des Charakterspiels die stets auf das Vorankommen des Plots (und der Gruppe) ausgerichtet ist, ist eine Mischung die ich nicht missen wollen würde.
  • Mein ältester und bester Freund. Nicht nur weil er kein Problem damit hat sich in immer neue komplexe Verhalte einzuarbeiten, sondern weil er auch eine Vorliebe für Nischenkonzepte und Out-of-the-Box Denken hat. Ein Gewinn für jede Spielgruppe.
  • Eine meiner ehemaligen Spielerinnen, die in gewisser Weise die Gruppenmutter gestellt hat. Sie war oft die Stimme der Vernunft, hat den aktuell eingeschlagenen Kurs der Gruppe hinterfragt oder selbst aktiv mitbestimmt und war generell einfach eine tolle Spielerin.
  • Ein Mitspieler und SL aus meiner Ab-und-Zu Spielrunde, wo wir meistens Cthulhu machen. Er hat ein gutes Gespür für die Dynamik einer Szene, kann auch mal Dinge abkürzen und "schneiden" und spielt schrullige Charaktermerkmale sehr gut und passend aus.
Mit dieser Gruppe würde ich wirklich, wirklich gerne mal ein Spiel wagen.